An der Architekturabteilung der ZHAW steht den Studierenden eine Lasercut-Maschine zur Verfügung, mit der sie die verschiedenen Teile ihrer Architekturmodelle aus Karton schneiden können. Die Restkartonbögen, aus denen die einzelnen Elemente herausgelöst sind, landen jeweils im Altkarton-Container. Andreas Hofer hat die gelöcherten Kartonbögen über Jahre hinweg gesammelt und mit einzelnen aus diesem Archiv einen Turm gebaut. Entstanden ist ein raumgreifendes Objekt im Spannungsfeld zwischen Modell und Kartonhaus, basierend auf den  Proportionen der Kartonflächen, die standardmässig in der Lasercut-Maschine verarbeitet werden können. Seine Prägung erhält das ca. 3.5 m hohe Gebilde durch die vielfältigen, herausgelösten Formen, die in der neuen Verwendung zu Fenstern und Türen werden und den Blick in den Innenraum ermöglichen. Modulartig gebaut kommen im «Laserturm» die individuellen architektonischen Sprachen der Studierenden zusammen. Er lässt erahnen, wie am Studiengang Architektur verstanden, vermittelt und entworfen wird. Dieses Objekt ist nicht das einzige, welches Andreas Hofer mit dem Material aus seinem Archiv erstellt hat. In weiterführenden Arbeiten erzeugen unterschiedliche Konzepte der Anordnung, Montage und Beleuchtung andere räumliche Qualitäten und Wirkungsweisen. Bild 1: Industrie Bremgarten, Bild 2: Ausstellung Gewerbemuseum Winterthur «Der entfesselte Raum» Foto von Michael Lio, Bild 3: Halle 180, Bild 4: Kartonabfall

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Gewerbeumseum Winterthur; OLED

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