Bild 1: 20-teilige Arbeit, Tusche auf Karton 2007, Bild 2: 20-teilige Arbeit in der Galerie Baviera Zürich, Bild 3: An der Auswahl 07 im Kunsthaus Aarau, Bild 4 und 5: 16-teilige Arbeit in der Galerie Baviera, Pressetext anlässlich der Ausstellung in der Galerie Baviera Zürich 12.4.-9.6.2007:
Bei den grossflächige, mehrteilige Tuschearbeiten handelt es sich um Visualisierungen von abstrakten, klar definierten architektonischen Räumen, bei denen der Bildträger in eine Wechselwirkung mit den dargestellten räumlichen Strukturen tritt, gewissermassen Teil des dargestellten Motives wird. Die am Computer entwickelten dreidimensionalen Modelle sind mit Tusche auf Karton malerisch umgesetzt. Die Eigenfarbigkeit und Struktur des Materials sowie die Proportion und Dimension der Formate prägen die Erscheinungsweise der Malerei entscheidend. Der Karton ist nicht nur Träger für den dargestellten perspektivischen Raum sondern wird gleichzeitig zum Motiv und bildet sich gewissermassen selber ab. Die Begrenzungskanten der einzelnen Blätter bilden im Zusammenspiel mit einzelnen unbearbeiteten Zonen die Grundkonstruktion einer räumlichen Struktur, die sich ausgehend von der Bildebene in die virtuelle Tiefe hinein entwickelt. Aus der Distanz betrachtet erschliesst sich ein zusammenhängendes Gebilde, das sich über alle Blätter der mehrteiligen Bildkonstellation hinweg ausbreitet. Die Drahtkonstruktion, an der die einzelnen Kartons mit Klammern in einem Abstand zur Wand montiert sind, verleiht dem kontrastreich gemalten, plastisch wirkenden überdimensionalen Modellraum Leichtigkeit. Die technisch aufwändige Montagevorrichtung steht im Kontrast zum rohen, durch die Tusche verformten Trägermaterial. Dieses bleibt unverletzt und ist jederzeit kurzfristig wieder entfernbar. Drei bis vier Meter hoch an einer Wand montiert eröffnet sich eine starke räumliche Illusion. Die Komposition drängt sich jedoch nicht auf, sondern signalisiert, dass es sich nur um vorübergehen montierten, bemalten Bauabdeckkarton handelt.

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